Aufgrund der Leitfähigkeit des Körpers kann man elektrischen Strom nutzen, um damit Erkrankungen zu behandeln. Je nach Stromart, Intensität und Frequenz bietet die Elektrotherapie eine breite Palette von Wirkungsweisen. Diese reichen von Schmerzlinderung, Durchblutungsförderung, Steigerung der Stoffwechselvorgänge, Ödemresorption bis hin zur Stimulierung schlecht innervierter Muskulatur. Elektrotherapie sollte nicht angewendet werden bei Herzschrittmachern, Sensibilitätsstörungen, Thrombosen oder Metallimplantaten, sowie nur eingeschränkt bei Schwangerschaft.

Aufgrund des speziellen Krankheitsbildes werden bei der Therapie besondere Behandlungsmethoden (z.B. Bobath, Vojta) eingesetzt, die vor allem den neurophysiologischen Hintergrund der jeweiligen Erkrankung berücksichtigen (z.B. Schlaganfall, Koordinationsstörung). Da diese Krankheiten sehr unterschiedlich in Ursache, Verlauf und Auswirkung sein können, ist es unmöglich ein festes Behandlungsschema zu erstellen. Jeder Patient muss individuell und umfassend betreut werden.

Die Bobath-Therapie gehört zu den Behandlungen, die im zentral-neurologischen Bereich durchgeführt werden. Um das persönliche Hauptproblem des Patienten herauszukristallisieren, wird dieser als Ganzes betrachtet und anschließend auf sein Problem zugeschnitten behandelt. Hierbei gibt es keine festen Übungen, da jede Krankheit andere Auswirkungen haben kann.

Nach einer eingehenden Untersuchung (Befund) erfolgt eine auf das Ergebnis abgestimmte Behandlung, die sich aus passiven (z.B. spezielle Massagen), assistiven (z.B. Übungen mit Unterstützung des Therapeuten) oder auch aktiven Bewegungsübungen (z.B. Eigenmobilisation, Dehnunge, Kräftigungsübungen) zusammen setzt.

Vielerlei verschiedene Anwendungsformen von Kälte, wie Eisbeutel, Eis am Stiel, Eishandtuch oder Coolpack werden seit langem benutzt, um die Wärmeabgabe des Körpers einzudämmen. Kälte wird in der physikalischen Therapie hauptsächlich zur Schmerzlinderung und zur Hemmung überschießender Entzündungsreaktionen verwendet. Positive Erfahrungen machte man bei akuten Verletzungen, Reizzuständen, sowie bei rheumatoiden Erkrankungen. Zusätzlich kann man Kurzzeiteis zur Muskelstimulierung und Langzeiteis zur Senkung von spastischen Muskelspannungen einsetzen. Beachtet werden muss dabei die Dauer und Temperatur des Kältereizes, um mögliche Beeinträchtigungen des Lymphsystems zu vermeiden.

Quarkpackung
Die Quarkpackung gehört zu den Anwendungen der Kältetherapie. Hierbei wird im Kühlschrank gelagerter Quark auf die entsprechende Extremität aufgetragen und mit einer Folie leicht fixiert. Die kühlende Wirkung des Quarks lindert Entzündungen und somit auch Überhitzungen des Gewebes. Der Heilungsprozess wird unterstützt.

Eine Therapieart bei der mit sehr sanftem Druck der Finger oder der ganzen Hand in einem bestimmten Rhythmus und einer bestimmten Richtung der Lymphfluß zurück in das lymphatische System geführt wird. Hierdurch werden lokale, wie generalisierte Ödeme (Schwellungen) beeinflusst. Die Lymphflüssigkeit wird abtransportiert, wie auch Eiweißansammlungen im Gewebe abtransportiert werden. Hierdurch wird der Stoffwechsel und die Abwehrfunktion des Gewebes verbessert.

Kompressionsbandagen:

Nach einer Lymphdrainage wird eine Kompressionsbandage angelegt. Diese unterstützt die Entstauung der behandelten Extremität und des betroffenen Rumpfquadranten. Die Intensität der Bandage sowie das verwendete Polstermaterial richtet sich nach dem Krankheitsbild.

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